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Mexikanische und internationale (Jazz-)Musik gibt es auf der Webseite:

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Fahrräder  zum Pilgern oder anderen Zwecken findet man auf folgender Seite:

www.fahrradexperten.com

 

GreenStorys - Erlebnisse rund um den Planeten finden Sie auf der Seite:

www.green-av.de

 

 

 

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Out of Europe - AusgewiesenOut of Europe - Ausgewiesen 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Benito Juárez zu Zeiten der SchweinegrippeBenito Juárez zu Zeiten der Schweinegrippe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Santiago-Reiterfigur in Kirche Chalco --
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 Pilgern in Mexiko:  Ein Erfahrungsbericht  vom Dezember 2014  

Von Puebla aus zu Fuß zur Basilika der Jungfrau von Guadalupe in Mexiko-Stadt

 

Seit 13-einhalb Jahren lebe ich einen Großteil des Jahres im mexikanischen Puebla. Zwischenzeitlich war ich dreimal auf dem Jakobsweg im „Alten Europa“: Das erste Mal komplett von Saint-Jean-Pied-de-Port bis Santiago, das zweite Mal bin ich ein Teilstück des Aragonischen Weges von Südfrankreich aus gegangen, und beim dritten Mal bin ich vom Münsterland aus nach Santiago geradelt. Jedes Jahr habe ich im Dezember zahlreiche Pilger von Puebla aus Richtung Mexiko-Stadt ziehen sehen und bei deren Anblick immer wieder gedacht:

Wie paradox: Du lebst schon so lange hier, fliegst extra nach Europa, um dort Hunderte oder im Falle meiner Radpilgerreise nach Santiago sogar Tausende Kilometer zu pilgern, aber die ca. 140 oder 150 Fußkilometer von deiner Wohnung in Puebla bis zur Basilika in Mexiko-Stadt hast du noch nicht geschafft.  

 

Pilger vor dem Rathaus von Puebla - 
jakob.beckeling@yahoo.comPilger vor dem Rathaus von Puebla - jakob.beckeling@yahoo.com

 

Dieses Jahr (Dezember 2014) war es also an der Zeit, das endlich nachzuholen. Die Rahmenbedingungen schienen mir günstig: zweieinhalb Jahre lang habe ich an Knieproblemen laboriert; an längeres Laufen, Wandern oder Fußpilgern war kaum zu denken. Endlich hat sich der Zustand meines linken Knies so stabilisiert, dass ich im vergangenen November sogar wieder an einem Marathonlauf teilnehmen konnte und den auch gut und ohne größere Beschwerden überstanden habe.

Allerdings gab es auch in diesem Jahr – wie bei meiner ersten großen Pilgertour vor Jahren (von Saint-Jean nach Santiago) – im unmittelbaren Vorfeld des Camino-Antritts eine „Prüfung“ besonderer Art, die meine Lauf-bereitschaft noch mal gründlich auf die Probe stellte:

 

Popoctépetl und Iztaccíhuatl von der Pyramide in Cholula aus gesehen -- 
jakob.beckeling@yahoo.comPopoctépetl und Iztaccíhuatl von der Pyramide in Cholula aus gesehen -- jakob.beckeling@yahoo.com

 

Vor einigen Jahren befand ich mich mit vollem Pilgerrucksack in der U-Bahn von Madrid, um zum Bahnhof Chamartín zu fahren und um dann dort den Zug ins Baskenland und dann weiter nach Saint-Jean zu nehmen. In der U-Bahn wurde mir dann meine Brieftasche mit 300 Euro, Geldkarten und Personalausweis gestohlen. Ich stand vor der Frage, ob ich den Antritt der Pilgerreise erst mal abbrechen oder zumindest aufschieben sollte. Ich entschloss mich dazu, diesen seit Jahren gehegten Beschluss nicht umzustoßen und den planmäßigen (und schon bezahlten) Zug nach San Sebastián trotzdem zu nehmen und dort dann zur Polizei zu gehen und die fälligen Formalitäten zu regeln. 

 

Teilansicht der Pyramide in Cholula -- 
jakob.beckeling@yahoo.comTeilansicht der Pyramide in Cholula -- jakob.beckeling@yahoo.com

 

In diesem Jahr war ich in der Nacht des 6. auf den 7. Dezember (an dem ich loslaufen wollte) mit meinem Auto auf dem Heimweg. Ca. 600 Meter vor meiner Wohnung in Puebla stand ich an einer roten Ampel. Plötzlich knallt es hinten. Ein Volltrunkener ist – möglicherweise Gas- und Bremspedal verwechselnd – auf ein Taxi aufgefahren und hat dies auf mein Auto geschoben. Ich hatte Glück, dass das Taxi sozusagen einen Stoßdämpfer zwischen dem Auto des Besoffenen und mir gebildet hatte, sonst wären die Sachschäden an meinem Wagen größer gewesen. Gott sei Dank ist niemand nennenswert verletzt worden. Der Betrunkene versuchte zu fliehen. Da sich die ganze Szene aber unmittelbar eingangs des Zócalos (Hauptplatzes) von Puebla abspielte, war die Polizei schnell zur Stelle und nahm den Widerstand leistenden Mann wie einen Schwerverbrecher fest und führte ihn ab. Jetzt musste ich mit der Verkehrspolizei verhandeln und meinen Versicherungsgutachter bestellen (der Betrunkene hatte keine Haftpflichtversicherung) und überlegen, wie es weitergehen sollte.

Nach zwei Stunden Überlegungen und Diskussionen beschloss ich, jetzt nur die wichtigsten Formalitäten zu erledigen und am nächsten Tag (fast) wie geplant den Pilgerweg anzutreten. Allerdings kam ich dann erst am Nachmittag los. Aber immerhin. Ich war wiederum glücklich, meinen Plan durchzuziehen – trotz der ungünstigen Vorzeichen im unmittelbaren Vorfeld des Camino-Beginns. 

 

Pilger mit Muttergottes - 
jakob.beckeling@yahoo.comPilger mit Muttergottes - jakob.beckeling@yahoo.com 

 

Tag 1  (7. Dezember – Puebla - Cholula – 15 km):

Um halb vier breche ich endlich zu Hause auf. Nach eineinviertel Stunden Fußmarsch durch das Zentrum von Puebla treffe ich mich mit meiner Freundin Guadalupe (die tatsächlich Namensschwester der Jungfrau ist) in der Nähe ihrer Wohnung, die schon auf dem Weg nach Cholula liegt. Guadalupe hat sich im letzten Moment entschlossen, mich zu begleiten. Wir lassen offen, bis wohin genau. Über den „Camino Real“ (Königlichen Weg) laufen wir die verbleibenden knapp zehn Kilometer bis nach San Pedro Cholula. Inzwischen sind Puebla und Cholula praktisch zusammengewachsen, so dass man ständig durch bebautes (vorwiegend Wohn-) Gebiet läuft.

Gegen 18:30 Uhr kommen wir in Cholula an. Wir nehmen uns ein billiges Zimmer im Hotel „Reforma“ (250 Pesos / 15 Euro), das strategisch günstig zwischen dem Zócalo von San Pedro und der Pyramide von Cholula liegt. Man muss zwar erst um warmes Wasser bitten, die Steckdosen funktionieren nur bedingt (die Stecker fallen raus, wenn man sie nicht festklebt), aber das Zimmer ist sauber. Im kolonialen Innenhof gibt es Papageien zu bestaunen. Für eine Nacht ist es O.K. Wir sind ja schließlich Pilger und keine Luxus suchenden Touristen.

 

Ricardo, Marisa und Lupita - 
jakob.beckeling@yahoo.comRicardo, Marisa und Lupita - jakob.beckeling@yahoo.com 

 

Tag 2  (8. Dezember – Cholula - Santiago Xalitzintla25 km):

Um acht Uhr morgens verlassen wir das Hotel und besteigen die nahe gelegene Pyramide von Cholula. Hier wurden erste Besiedlungen bereits ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. nachgewiesen und schon frühzeitig begannen die Einheimischen mit den Bauarbeiten an dem Quetzalcóatl gewidmeten Tempel-Pyramidenkomplex. Über viele Jahrhunderte bauten verschiedene Volksgruppen daran. Im 16. Jahrhundert wurde nach der spanischen Eroberung auf der Pyramidenspitze schließlich die Kirche Iglesia de Nuestra Señora de los Remedios errichtet. 

 

Rast - jakob.beckeling@yahoo.comRast - jakob.beckeling@yahoo.com

 

Gegen neun Uhr brechen wir endlich auf und treffen bald die ersten Pilger. Ricardo ist schon einmal mit einer Pilgergruppe seiner Stadtteil-Gemeinde den Weg nach Mexiko-Stadt gegangen. Diesmal möchte er mit seiner Freundin Marisa den Paso de Cortés überwinden. Beide haben nicht gerade die idealen Wanderrucksäcke bei sich. Ricardo trägt zudem noch ein Zelt und Kochgeschirr in seinen Händen. Der Ingenieur-Student aus Puebla möchte für einen Uni-Workshop eine Film-Dokumentation mit Pilgerinterviews verfassen. Marisa kommt ursprünglich aus Veracruz, studiert jetzt aber Telekommunikation an der UNAM in der Hauptstadt und hatte erst vor einem halben Jahr eine Rückenoperation. Nach zehn gemeinsamen Kilometern verlieren wir sie, als sie eine längere Pause machen wollen, um ihre Rucksäcke umzupacken und um das Gewicht besser zu verteilen. Guadalupe und ich rasten in einem Café in der Nähe des Hauptplatzes von Nealtican, das ungefähr auf halber Strecke unserer heutigen Tagesetappe an der Straße zum Cortés-Pass liegt.

  

Verpflegungsstelle Papaxtla -- 
jakob.beckeling@yahoo.comVerpflegungsstelle Papaxtla -- jakob.beckeling@yahoo.com

 

Auf der kleinen Landstraße kann man gut laufen. Deshalb bleiben wir auf dem festen Weg, obwohl wir sehen, dass ein nicht unbeträchtlicher Teil der immer mehr werdenden Pilger sandige Feldwege in der Umgebung bevorzugt. Ob es sich dabei um Abkürzungen oder eher längere Varianten handelt, darüber bin ich mir nicht ganz im Klaren. Ich neige eher zu letzterer Annahme. Auf der Landstraße lassen wir das Dorf San Nicolás de los Ranchos, aus dessen Nähe schon vor über 200 Jahren Alexander von Humboldt den Vulkan Popocatépetl vermessen hat, rechts liegen.

Die Mehrheit der Pilger kommt wirklich aus dem „einfachen Volk“. Viele tragen ein Abbild der Muttergottes auf dem Rücken, manchmal als plastische Figur, oft auch als gerahmtes Bild. Einige müssen schon nach wenigen Kilometern ihre eh schon verschlissenen Turnschuhe zusammenkleben, andere bieten mir bald Marihuana an. Am Abzweig nach San Nicolás sehe ich Pilger mit Sammelbüchsen auf Einheimische zugehen. Gerade die älteren Bäuerinnen scheinen da tatsächlich ein paar Pesos reinzuschmeißen.

  

Schuhprobleme - jakob.beckeling@yahoo.comSchuhprobleme - jakob.beckeling@yahoo.com  

Gegen 17:30 Uhr treffen wir in Santiago Xalitzintla ein. Es ist das letzte größere und ständig bewohnte Dorf auf poblanischer Seite an der Straße zum Cortés-Pass. Wir befinden uns jetzt auf gut 2560 Metern über dem Meeresspiegel und haben somit schon über 400 Höhenmeter gewonnen. Hier sollen gut 2200 Leute wohnen. Ein Hotel gibt es nicht, dafür aber eine schöne Dorfkirche in renoviertem Zustand; das Holzportal ziert ein Porträt des Apostels Jakobus des Älteren, hoch zu Ross im Kampfe mit den „Ungläubigen“.

Die meisten Pilger campen auf dem Dorfplatz. Manche schlagen Zelte auf, andere schlafen unter den Bögen des Rathauses, wieder andere auf LKWs oder unter freiem Himmel. Die trockenen Springbrunnenbecken auf dem Zócalo werden heute auch als schützende Schlafstätten unter freiem Himmel genutzt. Einige Einheimische bieten auch ihre Häuser oder Innenhöfe als improvisierte Pilgerquartiere an. 

 

Lastwagen Xalitzintla - jakob.beckeling@yahoo.comLastwagen Xalitzintla - jakob.beckeling@yahoo.com

 

Immer mehr Lieferwagen, Pick-ups und Kleinlaster treffen ein und leisten logistische Unterstützung: Koffer mit Wäsche und  Decken für die kalten Nächte werden abgeladen. Andere Wagen bringen Verpflegung mit und laden den anderen, nicht laufenden Familienteil ab, d.h. meistens die Frauen und Kinder und manchmal auch die Großeltern, die aber die Nächte bei ihren zu Fuß pilgernden Familienmitgliedern (meistens den erwachsenen, jüngeren Männern) verbringen wollen. Es gibt zwar kein Freibier, aber Gratis-Suppe und Tamales für alle. Das ist dem Geschäft der  einheimischen Tacos-Verkäufer natürlich nicht gerade dienlich.

Guadalupe und ich wissen noch nicht, wo genau wir die Nacht verbringen werden. Sie kommt mit einer einheimischen Familie ins Gespräch, die auf dem Zócalo Sonnenblumenkerne, Erdnüsse, Süßigkeiten und anderes Knabberzeug verkauft. Die Familie bietet uns für 100 Pesos (ca. 6 Euro) ihr bestes Zimmer im Haus an. Wir willigen ein. Es ist das Zuhause einfacher Leute vom Lande. Im Eingangsbereich hängen Maiskolben zum trocknen, im Hof laufen Hühner herum, in einer Box gibt es frisch geschlüpfte Küken. Der elektrische Strom kommt und geht; in der „Guten Stube“ gibt es sogar einen Fernseher mit viel Schnee. Aber die Leute sind sehr herzlich. Wir kommen sofort mit allen Familienmitgliedern (dem Ehepaar und den sechs Kindern) ins Gespräch. Der Hausherr sorgt auch für eine angemessene Körperhygiene; es gibt zwar keine Dusche, aber er stellt uns zwei Eimer mit auf dem Gasherd erwärmtem Wasser zur Verfügung. Nach unserem „Bad“ rollt Guadalupe ihren Schlafsack auf dem Sofa des Zimmers aus, ich auf den Bastmatten am Zementboden. Wir schlafen bald ein. 

  

Ortsausgang Santiago Xalitzintla -- 
jakob.beckeling@yahoo.com
Ortsausgang Santiago Xalitzintla -- jakob.beckeling@yahoo.com

 

 

Tag 3  (9. Dezember – Santiago Xalitzintla - Paso de Cortés - Amecameca – 40 km):

Guadalupe hat schlecht geschlafen. Ihr Schlafsack ist nicht besonders höhentauglich, die Schultern schmerzen von den schneidenden Riemen des spontan gekauften Billig-Rucksacks, der eher an einen Seesack erinnert; und die in der Nacht durch die „Gute Stube“ huschenden Mäuse tragen das ihrige zur raschen Entschlussfindung bei. „Ich glaube, es ist besser, wenn ich mit dem Bus nach Puebla zurückfahre. Bei dem heutigen, steilen Aufstieg würde ich dich nur aufhalten“, sagt sie zu mir.

Ich entgegne ihr, dass ich am Vorabend wirklich überrascht war, dass sie bis hierhin so gut durchgehalten hat und versuche sie zu überreden, weiterzugehen. „Längst nicht alle laufen wirklich den ganzen Weg. Du kannst – genauso wie es viele andere auch machen – den Weg hoch zum Pass oder einen Teil des Weges auf einem Pick-up oder Kleinbus zurücklegen. Wir können uns dann oben treffen und zusammen runterlaufen. Oder – wenn es gar nicht gehen sollte – könntest du später auch mit dem Bus nach Amecameca weiterfahren und wir könnten uns am Abend dort unten wiedertreffen.“

 

Straße zum Cortés-Pass mit Pilgern und dem Vulkan Popocatépetl - 
jakob.beckeling@yahoo.comStraße zum Cortés-Pass mit Pilgern und dem Vulkan Popocatépetl - jakob.beckeling@yahoo.com

 

Am Nachmittag zuvor war ich wirklich überrascht, dass sie so munter mitgelaufen ist. Jetzt überrascht es mich, dass sie nicht weitermachen will, wo es doch viele „Hilfsmittel“ gäbe, die mit Selbstverständlichkeit auch von zahlreichen anderen Pilgern genutzt werden. Aber sie muss selbst entscheiden, für was sie bereit ist oder nicht. Und sie hat ihren Entschluss schon gefasst. Sie fährt zurück nach Puebla. Wir machen noch einige Fotos von Xalitzintla im Morgenlicht, dann begleitet sie mich bis zum Ortsausgang zur Straße zum Cortés-Pass, bevor sie nach Puebla zurückfährt.

 

Pico de Orizaba (vom Weg zum Cortés- Pass) -- jakob.beckeling@yahoo.comPico de Orizaba (vom Weg zum Cortés- Pass) -- jakob.beckeling@yahoo.com 

Es ist jetzt bereits 9 Uhr. Ab hier geht es steil aufwärts. Zunächst noch auf asphaltierter Straße. Nach ca. drei Kilometern endet der Asphalt bzw. Beton und die Straße verwandelt sich in einen staubigen, breiten Feldweg. Bald gibt es Abzweige mit dem Hinweis „La Villa“, wie die Basilika der Guadalupe bzw. der Stadtteil, in dem sie liegt, auch genannt wird. Ich treffe auf zwei Brüder, die vor dem Abzweig stehen und mich fragen, wo ich denn langgehen würde. Ich überlege kurz und beschließe, auf dem staubigen Hauptweg au bleiben, von dem ich weiß, dass er stringent nach oben führt. Bei den Abzweigen bin ich mir nie sicher, ob sie den Weg wirklich verkürzen, wohin sie überhaupt führen und ob es dann bei weiteren Wegegabelungen auch Hinweise gibt, wo es weiter geht.

Die beiden Brüder erzählen mir, dass sie in der Nacht um ein Uhr in Momoxpan (zwischen Puebla und Cholula) losgelaufen seien und nur eine Stunde in Xalitzintla gerastet hätten. Ich rechne kurz: Dann hätten sie in neun Stunden Laufzeit schon ca. 33 km zurückgelegt und immerhin 500 Höhenmeter geschafft. Und dafür sehen sie eigentlich recht ausgeschlafen und kaum verschwitzt aus. Besonders dem etwas fülligeren Bruder sieht man die Anstrengung kaum an. Jetzt soll es gleich ohne größere Rast über den Cortés-Pass bis nach Amecameca weitergehen. Ich kann meine Skepsis nicht ganz verbergen. 

 

Pick-up auf dem Weg zum Cortés-Pass -- 
jakob.beckeling@yahoo.comPick-up auf dem Weg zum Cortés-Pass -- jakob.beckeling@yahoo.com

 

Ich überhole die beiden. Nach etwa einer halben Stunde holt mich der schlankere Bruder wieder ein – ohne Gepäck, nur noch mit einer Wasserflasche bewaffnet. Ich frage ihn, wo denn sein Rucksack und sein Bruder geblieben seien. „Ehrlich gesagt, er konnte nicht mehr. Er ist samt unseren Rucksäcken auf einen Pick-up gestiegen und wird dann oben auf mich warten.“

Auch mir werden in der Folge von offiziellen und inoffiziellen Bus- und Taxifahrern ständig „unmoralische Angebote“ gemacht, was Gepäck- und Personentransport anbetrifft. Aber ich bleibe standhaft; ich möchte laufen und mein Päckchen selber tragen. Unterwegs gibt es wilde Campingplätze mit zahlreichen Verpflegungsständen. Die meisten Pilger sind längst weitergezogen; manche frühstücken noch und trinken frisch gepressten Orangensaft. Andere frönen immer noch dem Alkohol und sehen nicht so aus, als ob sie gleich auf festen Füßen als Fußpilger weiterlaufen könnten.

 

Wildes Pilgercamp - jakob.beckeling@yahoo.comWildes Pilgercamp - jakob.beckeling@yahoo.com

 

Um Viertel vor eins erreiche ich den Abzweig zu Buenavista Villa Turística, ca. fünf Kilometer unterhalb des Passes gelegen. Hier gibt es Restaurants und Hütten, Wasserfälle und Forellen. Ich mache Rast, trinke meinen Orangensaft und esse an einem improvisierten Stand einige Tacos. Auf den folgenden Kilometern ändert sich das Wetter. Die Sonne verschwindet, Wolken ziehen auf und es wird merklich kühl. Ich mache mir Sorgen, dass es sogar regnen könnte. Ein Eisregen in diesen Höhen kann sehr unangenehm oder sogar gefährlich werden. 

 

Auf dem Weg zum Cortés-Pass --
jakob.beckeling@yahoo.comAuf dem Weg zum Cortés-Pass -- jakob.beckeling@yahoo.com

 

Um 15 Uhr erreiche ich schließlich den Pass. Es regnet nicht, aber die Vulkane sind in Wolken gehüllt. Die Aussicht auf die Bergwelt ist leider nicht so schön, wie ich sie bei anderer Gelegenheit hier oben schon genossen habe. Ich betrete die Informationshütte der Nationalparkverwaltung. Normalerweise darf man hier nicht nächtigen. Als Pilger wäre es heute für 25 Pesos (1,50 Euro) sogar erlaubt, hier seinen Schlafsack auszurollen. Aber dafür ist es mir noch zu früh und das Wetter heute zu ungemütlich. Ich informiere mich über den weiteren Weg.

Über das asphaltierte Sträßchen sind es gut 23 Kilometer bis zum Ortseingang Amecameca, über die abkürzenden, steilen Feldwege sollen es ungefähr 17 km sein. Ich entschließe mich, sofort den längeren, aber für meine Knie schonenderen Weg über die Straße zu gehen. Die letzten zweieinhalb Jahre habe ich lange an einer Knieverletzung laboriert, so dass mir die steilen Abkürzungen, dazu noch mit Gepäck und Stirnlampe in der anbrechenden Dunkelheit, nicht als ratsam erscheinen.

 

Nationalpark Iztac-Popo --
jakob.beckeling@yahoo.comNationalpark Iztac-Popo -- jakob.beckeling@yahoo.com

 

Zweimal kreuzen die Abkürzungen die Straße. Ich bin überrascht, dass wirklich fast alle trotz anbrechender Dunkelheit die steilen Berghänge hinunterlaufen. Auf der Straße bin ich fast alleine; lediglich einige Pick-ups mit laufmüden Wanderern und Gepäck überholen mich. Zwischenzeitlich spreche ich wieder mit Pilgern, die ohne Rucksäcke und anscheinend ohne einen Schweißtropfen vergossen zu haben fast ununterbrochen von Puebla aus bis auf den Pass (3700 Höhenmeter) gewandert sind und noch bis Amecameca weiterlaufen wollen. Das wären dann ca. 70 km innerhalb 19 Stunden, 1500 Höhenmeter rauf und wieder runter inbegriffen. Für sehr sportliche Zeitgenossen sicherlich nicht unmöglich.

Allein fehlt mir bei den meisten Mitpilgern der Glaube, da mir zu viele Leute von ihren läuferischen Heldentaten erzählen und man ständig Pilger bei irgendwelchen Transportmitteln auf- und absteigen sieht. Was natürlich nicht heißen soll, dass es außer mir keine Leute gibt, die die ganze Strecke wirklich laufen. Aber vielen, die gelegentlich auf die Pick-ups steigen, scheint es nicht zu gefallen, das auch zuzugeben.

 

Am Paso de Cortés - jakob.beckeling@yahoo.comAm Paso de Cortés - jakob.beckeling@yahoo.com

 

Ein mexikanischer Freund erklärt mir diesbezüglich: „Wir leben in einem Land ständiger Simulation. Erinner dich: Wir hatten mal einen Präsidentschaftskandidaten, der sich beim Berlin-Marathon als Sieger in seiner Altersklasse brüstete. Auch nachdem ihm nachgewiesen wurde, dass er 15 Kilometer „übersprungen“ hatte, kam bei ihm keinerlei schlechtes Gewissen auf, sondern er gab als Rechtfertigung zu Protokoll, dass sein Konkurrent bei den Wahlen viel mehr betrogen habe als er. Was willst du dann von den einfachen Leuten erwarten?“

Beim Abstieg stabilisiert sich das Wetter wieder, die Sonne kommt sogar noch mal raus. Die Wolken hängen wirklich hauptsächlich oben über den Vulkanen und auf dem dazwischen liegenden Pass. Allerdings beginnt es gegen 18 Uhr zu dämmern. Als ich das Dorf San Pedro Nexapa erreiche, ist es schon ganz dunkel. Hier gibt es kein Hotel. Auch sehe ich keine Pilger, da sie diesen Ort auf den Abkürzungen wohl umgehen. Ich mache eine kurze Rast und laufe weiter bis Amecameca. Das Ambiente, so alleine auf der dunklen Landstraße, ist schon ein bisschen gespenstisch. Um 21 Uhr erreiche ich das Hotel Fontesanta am Ortseingang. Die komplette Nacht in diesem Hotel-Motel kostet 350 Pesos, also ca. 20 Euro. Nach 40 Kilometern über den Pass und der günstigen vorhergehenden Nacht im „Mäusequartier“ mit „Eimerdusche“ habe ich mir diese „Luxussuite“ mit fließend-heißem Wasser wirklich verdient.

  

Popocatépetl im Januar - 
jakob.beckeling@yahoo.comPopocatépetl im Januar - jakob.beckeling@yahoo.com

 

 

Tag 4  (10. Dezember – Amecameca - Chalco – 28 km):

Nach dem anstrengenden Gewaltmarsch des Vortages stehe ich spät auf und komme erst um 10 Uhr los. Vom Hotel sind es noch ungefähr drei Kilometer bis zur Ortsmitte. Dann geht es weiter auf einer vierspurigen Ausfallstraße Richtung Chalco. Guadalupe ruft mich an und teilt mir mit, dass sie mit drei Freunden (mit dem Auto) unterwegs nach Amecameca sei, um mir moralischen Beistand zu leisten und um mir überflüssiges Gepäck abzunehmen. Ich sage ihr, dass ich bereits unterwegs sei. Wir treffen uns dann irgendwo zwischen Amecameca und Tlalmanalco, wo es einige der ältesten Kirchen und Klöster überhaupt in Mexiko gibt. Besonders der ehemalige Franziskanerkonvent in der Ortsmitte zieht Pilger und Touristen an. 

 

 Besuch bei Tlalmanalco - 
jakob.beckeling@yahoo.comBesuch bei Tlalmanalco - jakob.beckeling@yahoo.com

 

In der Nähe des Abzweigs zum Dorf San Rafael holen mich die Freunde schließlich ein. Ich reduziere mein Gepäck erheblich. Alles, was ich speziell wegen der Passüberquerung (und einer eventuellen Übernachtung dort oben) mit mir rumgeschleppt habe, lasse ich im Auto: Den Hochgebirgsschlafsack samt Isomatte, die dicken Wanderstiefel, eine warme Winterjacke, einen Pullover und auch etwas an durchgeschwitzter Wäsche. Der Rucksack fühlt sich jetzt merklich leichter an. Der Rest des Weges findet zwischen 2400 und 2200 Höhenmetern statt, so dass ich besondere Winterkleidung nicht mehr brauche. Carlos und Alejandro begleiten mich die letzten vier Kilometer Feldweg nach Tlalmanalco über einen bewaldeten Hügel zu Fuß. Guadalupe und Liz umfahren unterdessen mit dem Auto auf einer asphaltierten Straße die Anhöhe und sammeln schließlich am Ortseingang Tlalmanalco meine beiden Kurzpilgerfreunde wieder ein. 

 

Besuch bei Tlalmanalco mit Pilgergruppe -- jakob.beckeling@yahoo.comBesuch bei Tlalmanalco mit Pilgergruppe -- jakob.beckeling@yahoo.com

 

Seit Amecameca sind auch viele Radpilger zu sehen. Sie haben normalerweise immer ihre Begleitfahrzeuge dabei, meistens LKWs, auf denen manchmal die ganze Familie mitreist und auf denen auch geschlafen wird. Man ( normalerweise Mann! ) fährt ein Stückchen mit dem Rad, soviel man will oder kann, dann steigt man wieder auf den Wagen und ruht aus (oder auch nicht). Auf dem steilen Weg über den Pass waren die Radfahrer nicht präsent. Die Radpilger, die von Puebla aus starten (und übrigens auch die große Mehrheit der Fußpilger), ziehen den Weg auf dem Standstreifen der Autobahn (wäre in Deutschland absolut undenkbar) oder die Bundesstraße, die ebenfalls den Gebirgspass zwischen Puebla und Mexiko-Stadt jenseits der Nordhänge des Vulkans Iztaccíhuatl umgeht, vor.

 

Radpilger-LKW bei Amecameca -- 
jakob.beckeling@yahoo.comRadpilger-LKW bei Amecameca -- jakob.beckeling@yahoo.com 

Auf dem Weg von Tlalmanalco runter nach Miraflores und San Mateo gibt es einen kleinen Laden mit Imbiss, der auf seiner Terrasse Gratisessen an die Pilger austeilt: Leckeres Hähnchen in Pipiansoße. Natürlich fehlen auch nicht die typischen mexikanischen Tortilla (Maisfladen). Dazu gibt es Jamaikawasser zum Trinken. Das gefällt mir besonders an diesem Pilgerweg: Dass die Einheimischen auf nette Art und Weise an diesen Tagen die Wandernden kulinarisch unterstützen. Später treffe ich Mario, einen Maurer aus Cuautlancingo (bei Puebla), und ich laufe mit ihm zusammen die letzten zehn Kilometer bis nach Chalco. Er läuft praktisch ohne Gepäck; seine Familie ist schon auf einem Begleitfahrzeug vorgefahren und hat seinen Rucksack mitgenommen. Er gehört einem Guadalupe-Pilgerclub seines Heimatortes an, so wie es bei vielen mexikanischen Pilgern der Fall ist.

 

Essensausgabe Miraflores - 
jakob.beckeling@yahoo.comEssensausgabe Miraflores - jakob.beckeling@yahoo.com

 

Der Guadalupe-Pilgerweg scheint überhaupt eine rein mexikanische Angelegenheit zu sein. All die Tage zwischen Puebla und Mexiko-City ist mir kein einziger ausländischer – also nicht-mexikanischer – Pilger begegnet. Und dass, obwohl das Pilgern in Europa zur Zeit in Mode ist. Natürlich gibt es hier keine ständige Peregrino-Infrastruktur wie auf dem „Camino Francés“ des Jakobsweges, aber immerhin handelt es sich um eine der oder sogar die größte Wallfahrt der Welt überhaupt. Da hätte ich schon erwartet, zumindest einige versprengte internationale Pilger anzutreffen. Aber die weltweiten Presseberichte über das Land sind – leider zu Recht – nicht besonders gut und ermutigen zur Zeit nicht zu einem Pilgerbesuch. Am Eingang zur Explanada der Basilika werden dann tatsächlich einige Pilgergruppen aus anderen lateinamerikanischen Ländern per Lautsprecher begrüßt; ich persönlich nehme erst am 12. Dezember auf dem Basilikavorplatz ein paar Ausländer wahr, die nicht so aussehen, als ob sie als Pilger weit gelaufen wären.

 

Plakat Tlalmanalco - 
jakob.beckeling@yahoo.comPlakat Tlalmanalco - jakob.beckeling@yahoo.com

 

Je mehr wir uns Chalco nähern, nimmt die Verstädterung der Landschaft merklich zu. Gegen 17:30 Uhr erreichen wir den Hauptplatz der Ortschaft, wo sich auch die dem Apostel Jakobus geweihte Gemeindekirche befindet. Auf dem Kirchvorplatz campen unzählige Pilger, so auch Marios Familie. Er stellt mir seine Eltern vor, die schon in Decken gehüllt auf Matratzen sitzen bzw. liegen und ihn erwarten. Sie werden hier die gesamte Nacht verbringen und am nächsten Tag nach Mexiko-Stadt weiterfahren. Mario und die Läufer seines Pilgerclubs wollen hier nur bis Mitternacht ausruhen, dann in der Nacht weiterlaufen, am Flughafen noch mal zwei oder drei Stunden rasten und darauf von dort aus die letzten drei Stunden Fußmarsch zügig durchziehen.

Dementsprechend wäre er bereits am nächsten Vormittag zwischen zehn und elf Uhr an der Basilika und könnte sich und seiner Familie dort einen guten Platz sichern. So jedenfalls sein Plan. Sie würden dann alle zusammen bis Mitternacht des Folgetages (Nacht des 11. auf 12. Dezember) in oder vor der Kirche ausharren und die nächtliche Hauptzeremonie für die Madonna miterleben. Während dieser Feierstunde singen traditionell national bekannte Künstler. Und Mariachi spielen die Mañanitas, das typische und unvermeidliche mexikanische Geburtstagslied, für die Muttergottes. Noch in derselben Nacht würden Mario und seine Familie dann nach Cuautlancingo zurückfahren, um den Tag des 12. Dezembers in ihrer Heimatgemeinde weiterzufeiern.

 

Mario in Chalco - 
jakob.beckeling@yahoo.comMario in Chalco - jakob.beckeling@yahoo.com

 

Mein gemeinsamer Weg mit Mario endet hier in Chalco. Ich verabschiede mich bald von ihm. Ich will und kann seinen geplanten Rhythmus nicht mitgehen. Meinen Schlafsack habe ich schon am Mittag bei Guadalupe im Auto gelassen. Außerdem ist mir nach all der Tagesanstrengung sehr wohl nach einem richtigen Bett und einer kompletten Nachtruhe zumute. Ich muss auch nicht schon am Vormittag des 11. Dezembers in La Villa eintreffen; zwölf Stunden oder mehr in einer dichten Menschenmenge eingeklemmt auszuharren ist nicht unbedingt mein Ding. Da bekäme ich Platzangst. Ich möchte das Pilgern genießen. Der Weg ist eher mein Ziel als die Zeremonie oder das schnellstmögliche Erreichen der Basilika.

 

Ehemaliger Franziskanerkonvent in Tlalmanalco -- 
jakob.beckeling@yahoo.comEhemaliger Franziskanerkonvent in Tlalmanalco -- jakob.beckeling@yahoo.com 

Ich besichtige die Jakobuskirche von Chalco und nutze die sanitären Anlagen der Konstruktion. Jetzt um 18 Uhr gibt es in Regentonnen noch genügend Wasser, um die dafür bereitgestellten Eimer zu füllen und um in den Toilettenhäuschen sein kleines oder großes Geschäft wegzuspülen. Bald darauf mache ich mich trotz gut gemeinter Warnungen wieder auf den Weg. Hier ab Chalco müsse man, was die Kriminalität angehe, entschieden mehr aufpassen.

Es ist schon fast dunkel, aber ich möchte noch ein paar Kilometer schaffen. Zumindest mich dem Ortsausgang und der Autobahn Puebla-Mexiko nähern. Einen Vorteil hat die dichte Besiedlung allerdings: Auch die Hoteldichte nimmt entsprechend der Bevölkerung zu. Ich laufe noch ca. drei Kilometer und finde eine billige „Posada“ für 80 Pesos (5 Euro) die ganze Nacht. Nur ein paar Stunden wäre noch billiger gewesen, wie übrigens auch das Hotel-Motel mit der Luxussuite die Nacht zuvor, nur auf einem anderen Preis- und Qualitätsniveau.

 

Altar im ehemaligen Franziskanerkloster von Tlalmanalco -- 
jakob.beckeling@yahoo.comAltar im ehemaligen Franziskanerkloster von Tlalmanalco -- jakob.beckeling@yahoo.com

 

Hier am Rande des Stadtzentrums von Chalco steigen wohl meistens die noch nicht oder schon anderweitig verheirateten Liebespärchen aus der finanzschwachen Nachbarschaft ab – oft vom Motorroller statt aus dem Mercedes. Das Doppelbett ist sehr hart; es gibt keine Matratze, sondern nur ein Holzbrett unter dem Gummibettlaken. Und das versprochene warme Wasser muss ich dreimal anmahnen, bevor es endlich aus der Zisterne in den Behälter auf dem Dach hochgepumpt und der Boiler angestellt wird.

Aber schließlich funktioniert alles bestens. Das Zimmer ist sauber, sicher und es gibt sogar schon eine nette Weihnachtskrippe im Innenhof zu bestaunen. Eigentlich wollte ich noch einen kleinen Imbiss am Tacostand vor der Posada einnehmen, aber nach der warmen Dusche bin ich selbst dafür zu müde. Ich beiße noch in ein Stück Brot, was ich in meinem Rucksack als übrig gebliebene Wegzehrung vorfinde und schlafe bald wie ein Stein.

 

Zwei Pilger in Chalco - 
jakob.beckeling@yahoo.comZwei Pilger in Chalco - jakob.beckeling@yahoo.com

 

 

Tag 5  (11. Dezember  –  Chalco  -  Mexiko-Stadt / La Villa  –  35 km):

Um Punkt acht Uhr breche ich auf. Es ist bewölkt und hat in der Nacht sogar ein wenig geregnet. Zuerst versuche ich, den Hauptpilgerweg wiederzufinden und irre durch sozial-schwaches, von Pilgern gemiedenes Terrain. Unwillkürlich denke ich an die Warnung vom Vortag, dass man ab Chalco mehr an seine persönliche Sicherheit denken müsse. Ganz wohl fühle ich mich als einsamer „Güero“ (Hellhäutiger) nicht in diesem grauen und tristen Stadtteil. Aber die Leute, die ich nach dem Weg frage, sind alle sehr freundlich und nur aus allgemeiner Neugier an meiner Herkunft interessiert. Nach einer halben Stunde treffe ich wieder auf den eigentlichen Pilgerpfad, eine große Ausfallstraße, die direkt zur Autobahn Puebla-Mexiko führt. Hier fühle ich mich inmitten der Pilgermassen und der allgemeinen Anonymität geborgen.

 

Eingangs der Autobahn - 
jakob.beckeling@yahoo.comEingangs der Autobahn - jakob.beckeling@yahoo.com

 

Ab Chalco ändert sich auch das Pilgerprofil: Bis hierhin dominierten auf meinem Weg die männlichen Fußpilger aus Puebla und Umgebung. Nun plötzlich sind die Tagespilger aus der Peripherie von Mexiko-Stadt klar in der Überzahl. Man sieht jetzt ganze Familien, auch Frauen mit Kinderwagen und Schulklassen mitlaufen. Ob sie alle wirklich bis zur Basilika wollen, da habe ich meine Zweifel. Viele gehen sicherlich nur ein paar Kilometer mit, um die Atmosphäre zu schnuppern und um sich an den Gratis-Essensständen die Bäuche vollzuschlagen. Besonders bei den Jugendlichen habe ich dieses Gefühl. An einem LKW in der Vorstadt Iztapalapa kloppen sie sich fast um Tacos und Obst, die dort abgeladen und gratis ausgeteilt werden. Und die, die am lautesten nach Essen schreien, scheinen nicht unbedingt diejenigen zu sein, die eine Armenspeisung am nötigsten hätten. 

 

Essensausgabe in Iztapalapa -- 
jakob.beckeling@yahoo.comEssensausgabe in Iztapalapa -- jakob.beckeling@yahoo.com

 

Kurz hinter Chalco biegt die Pilgerkarawane auf die Autobahn ein. Ab jetzt laufen wir ca. 20 Kilometer auf dem Standstreifen der „Autopista“ entlang oder auf den direkt daneben verlaufenden Versorgungswegen, die zum Teil mitten durch die Großbaustellen der gerade erfolgenden Autobahnverbreiterung inklusive Brücken-bauarbeiten führen. Auch immer mehr Radpilger und Versorgungsfahrzeuge mischen den Verkehr auf. Als gebürtiger Mitteleuropäer empfinde ich die Situation als genau so surreal und bizarr, wie ich sie mir zuvor immer ausgemalt hatte. Nach deutschem Maßstab und entsprechend der in Deutschland genossenen Verkehrserziehung müsste man die Pilger alle als verrückt und lebensmüde, die (vorwiegend) Frauen mit Babys und Kleinkindern im Gefolge als grob fahrlässig und verantwortungslos bezeichnen. 

 

Pilger mit Brückenpfeilern - 
jakob.beckeling@yahoo.comPilger mit Brückenpfeilern - jakob.beckeling@yahoo.com

 

Jedes Jahr gibt es durchaus einige schlimme Unfälle bei der Pilgerei auf Autobahnen und Schnellstraßen. Aber das deutsche Sicherheitsbedürfnis ist den Mexikanern eben fremd. Die Autos zischen schnell und fast auf Tuchfühlung an Pilgern, Müttern und Kinderwagen vorbei, bis es aufgrund der zunehmenden Verkehrsdichte und dem folgenden Stau dann in dieser Hinsicht ruhiger und etwas sicherer wird. Der Verkehrsgestank wird allerdings immer schlimmer. Die meisten Autos erfüllen sicherlich nicht deutsche Abgasnormen. Mexikanischer Diesel hat den zehn- oder zwanzigfachen Schwefelgehalt im Vergleich zu EU-Treibstoff. Deshalb sind Dieselautos hier nicht populär; europäische Dieselkatalysatoren sind nach spätestens 10.000 Kilometern kaputt.

 

Radpilger auf dem Weg zur Basilika -- 
jakob.beckeling@yahoo.comRadpilger auf dem Weg zur Basilika -- jakob.beckeling@yahoo.com

 

Besonders in Iztapalapa mischt sich der Autogestank mit dem Geruch von verfaulenden Essensresten zu einer wirklich dicken Luft; Einwegteller und Becher werden nach dem Verzehr einfach hinterrücks auf die Straße geworfen, die wie eine kilometerlange Müllschneise aussieht. Zwischenzeitlich kaufe ich mir ein großes Tuch mit Guadalupe-Aufdruck, damit die Jungfrau mich bzw. meinen Rucksack schützt. Ich tue dies nicht so sehr aus religiösem Gefühl, sondern durchaus aus gefühltem, (pseudo?)-rationalem Kalkül. 

 

Tücher mit Guadalupe-Aufdruck -- 
jakob.beckeling@yahoo.comTücher mit Guadalupe-Aufdruck -- jakob.beckeling@yahoo.com

 

Ich glaube in diesem Moment, dass ein Rucksack, an den ein Abbild der Muttergottes geheftet ist, vielleicht zumindest von einem Teil der potenziellen Diebe nicht angetastet wird. Die Straßenhändler überbieten sich jetzt mit Sonderangeboten von Guadalupe-Devotionalien: Die „Lupita“ für 100, die Lupita für 50, die Lupita für 20, die Lupita für 10 Pesos. Mein Tuch habe ich für 20 Pesos erstanden. Fünf Kilometer weiter hätte ich die Lupita für 10 Pesos (60 Euro-Cent) bekommen.

 

Das schmeckt! - 
jakob.beckeling@yahoo.comDas schmeckt! - jakob.beckeling@yahoo.com

 

Gegen halb drei erreiche ich die Südseite des Flughafens und kehre in einem kleinen Restaurant ein. Hier muss ich Imbiss und Kaffee zwar bezahlen, aber ich kann den Menschenmassen für ein halbes Stündchen entfliehen und saubere Toiletten aufsuchen. Dann muss der Flughafen noch umrundet werden, bevor die Karawane sich schließlich La Villa nähert. Plötzlich läuft ein etwas reiferer Herr im Joggingdress neben mir her. Antonio fragt mich, ob ich Nordamerikaner sei und Englisch spreche. Ersteres verneine ich, letzteres bejahe ich jedoch. Darauf erzählt er mir auf Englisch, dass er 28 Jahre lang in New York gelebt habe, vor kurzem aber wieder nach Morelos zurückgekehrt sei, da das Leben ohne gültige Papiere in den USA inzwischen fast unerträglich geworden sei.

 

Zwischen Mauer und Bussen - 
jakob.beckeling@yahoo.comZwischen Mauer und Bussen - jakob.beckeling@yahoo.com

 

Er sei jetzt 65 Jahre alt und immer noch passionierter Marathonläufer, nebenbei aber auch Mariachi-Musiker. Deshalb sei er heute ein wenig in Eile. Er wolle spätestens um fünf an der Basilika sein, ein wenig beten, dann schnell mit der U-Bahn zum Busbahnhof fahren und schon um sechs Uhr wieder im Bus nach Cuernavaca (ca. 50 km von Mexiko-Stadt entfernt) sitzen. Denn an diesem Abend um zehn Uhr müsse er in der Hauptstadt von Morelos noch als Mariachi-Geiger arbeiten. Deshalb empfehle er sich jetzt und werde flott weiter Richtung Basilika joggen...

 

Jugendliche Pilger in Iztapalapa -- 
jakob.beckeling@yahoo.comJugendliche Pilger in Iztapalapa -- jakob.beckeling@yahoo.com

 

 Fortsetzung  auf interner Seite  La Villa - Basilika der Jungfrau von Guadalupe

 

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Jakob Beckeling

 

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                        ... Outgesourct nach Santiago

                                                         oder

           Der Heilige Jakob zu Zeiten der Schweinegrippe

                                                                

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